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Politik trifft auf Praxis

Berlin zu Gast bei Medical

Lesezeit: 3 Minuten Veröffentlicht am: 14 August 2025

Mdb Buedenbender Westfalen MedicalVon links: Jörg Mayer (SPECTARIS Verband), Benedikt Büdenbender, Susanne Otto mit Siegfried Hupas, Michael Völlmer, Fabian Gitmans und Özkan Paksoy von Westfalen Medical.

Der Bundestagsabgeordnete für den Kreis Siegen-Wittgenstein, Benedikt Büdenbender (CDU), war vergangene Woche zu Gast in der Westfalen-Medical-Zentrale in Siegen. Mit dabei war auch Susanne Otto (CDU), die für den Landrat im Kreis kandidiert. Gemeinsam haben wir mit unseren politischen Gästen diskutiert, wie die Zukunft für Siegen-Wittgenstein aussehen kann – und wo wir politische Unterstützung brauchen.

Versuche, den Standort Siegen zu erweitern, gestalten sich schwierig. Trotz viel Leerstand werden in der Region keine passenden Gebäude angeboten. Und obwohl Medical seit dem Start am Standort in Siegen-Weidenau neue Arbeitsplätze schafft, wird es nun immer schwerer neue Fachkräfte zu finden. Medical-Geschäftsführer Siegfried Hupas betonte: „Wir sind ein gutes Beispiel dafür, wie Flexibilität und kurze Entscheidungswege Wachstum für ein Unternehmen und Mehrwert für eine Region schaffen. Unter den aktuellen Voraussetzungen können wir diesen Kurs im Siegerland aber nicht beibehalten. Wir wünschen uns mehr Möglichkeiten und Planungssicherheit.“

Bürokratie frisst Ressourcen

Aufwändige und kleinteilige Regularien von Seiten der Politik, aber auch der vielen Krankenkassen, binden zudem die schon begrenzten personellen Ressourcen. Wo möglich, arbeitet Medical bereits digital, gerät jedoch immer wieder in Sackgassen. Denn bestehende digitale Lösungen können bisher kaum sinnvoll eingesetzt werden: „Krankenkassen setzen weiterhin auf Post und Fax und auch die Akzeptanz unter Ärzten und Patienten ist kaum vorhanden“, erklärte Hupas dem Bundestagsabgeordneten.

Die lang ersehnte elektronische Verordnung bringt für Leistungserbringer wie Medical ebenfalls große Herausforderungen mit sich. „Hier fehlen klare Aussagen dazu, wie unsere Einbindung ins System erfolgen soll. Dabei müssten wir uns jetzt an die Umsetzung machen, damit wir unserer Pflicht ab 2027 nachkommen können“, hob Özkan Paksoy, Key Account Manager Krankenkassen, beim Gespräch hervor.

Austausch zwischen Wirtschaft und Gesellschaft

Für diese Probleme wird es keine Wunderheilung geben, aber für MdB Benedikt Büdenbender ist klar: „Der Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft ist für mich essenziell, um die Interessen unserer Region in Berlin bestmöglich zu vertreten. Dort arbeite ich an besseren Rahmenbedingungen durch gute Gesetzgebung, damit Firmen wie Westfalen Medical auch weiterhin gute Arbeitsplätze bei uns in Siegen-Wittgenstein schaffen.“

Büdenbender sagte zu, die Themen bei seinen Berliner Kolleg:innen in den relevanten Ausschüssen zu platzieren und lud Medical dazu ein, auch in Zukunft den direkten Kommunikationsweg zu ihm und seiner Kollegin Susanne Otto zu nutzen.